MEIN JAHR 2025 IN BILDERN

PERSÖNLICHE WORTE ZUM JAHR 2025
Wie jedes Jahr ist auch das Jahr 2025 wie im Flug vergangen. Von Anfang Februar bis Mitte November bin ich unterwegs – mit kurzen Unterbrüchen von drei bis zehn Tagen, aber ansonsten besteht mein Leben aus Reisen, Vorträgen und Workshops. Für mich ist das nach wie vor ein absoluter Traumberuf. Gleichzeitig fordern die ständige Zeitverschiebung, die extrem unterschiedlichen Klimazonen – von minus 30 Grad in Spitzbergen bis zu plus 35 Grad im Regenwald Costa Ricas – und die immer strengeren lokalen Reglementierungen ihren Tribut. Letztere erfordern oft kurzfristige Anpassungen der Reiseprogramme und lassen mich mein Alter durchaus spüren.

Mein Ausgleich – oder besser gesagt mein persönliches Geheimrezept – ist der Sport. Wann immer es möglich ist, versuche ich täglich ein bis zwei Stunden Ausdauersport zu betreiben, am liebsten in den Bergen, rauf und runter. Im Jahr 2025 habe ich dabei erstmals die Marke von 1’100 Höhenmetern pro Stunde erreicht – ein Ziel, das ich mir bereits 2024 gesetzt hatte. Der Sport und die Zeit mit meiner Familie geben mir die Kraft und Energie, diesen Beruf auch nach 20 Jahren weiterhin mit Freude, Motivation und Engagement auszuüben.

Ein ganz besonderes Highlight im Jahr 2025 war für mich, dass mich mein Sohn Simon und meine Frau Iris zum allerersten Mal auf einer Fotoreise begleitet haben. Spitzbergen im Winter ist sicher keine klassische Familiendestination – umso intensiver und abenteuerlicher war diese Erfahrung. Zunächst waren wir neun Tage mit einem gecharterten Eisbrecher unterwegs, anschliessend verbrachten wir sechs Tage mit dem Schneemobil. Nur wir drei. Ein Erlebnis, das uns allen in Erinnerung bleiben wird.

Zum Abschluss möchte ich mich bei allen Reiseteilnehmerinnen und Reiseteilnehmern herzlich bedanken – für ihre Treue, ihr Vertrauen und die gemeinsame Zeit unterwegs. Das alles macht diese Reisen erst möglich.

FEBRUAR 2025 - ISLAND
Die erste Reise des Jahres 2025 führte uns – mich als Reiseleiter und eine Gruppe von acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern – ins winterliche Island. Bereits vor der Abreise, beim Studium der Wettervorhersagen, war klar, dass uns eine besonders anspruchsvolle Reise bevorstand. Ungewöhnlich milde Temperaturen, Niederschlag in Form von Regen statt Schnee und vor allem starker Sturm liessen früh erahnen, dass die Ringstrasse während mehrerer Tage gesperrt sein könnte.

Kurz nach unserer Ankunft erreichte uns der erste Sturm, vier Tage später folgte der stärkste der gesamten Reise. Von insgesamt 15 Hotelnächten mussten sieben Nächte kurzfristig umgebucht werden, um den Stürmen bestmöglich auszuweichen – selbstverständlich auf eigene Kosten. Trotz drei Winterstürmen und praktisch fehlendem Schnee gelang es uns dennoch, das Beste aus der Situation zu machen. Die drei heftigsten Tage verbrachten wir in einem besonders schönen Hotel mit Spa und Aussenpools, was zumindest für etwas Ruhe und Erholung sorgte.

Trotz aller organisatorischen und finanziellen Anstrengungen war diese Reise fotografisch betrachtet vermutlich die am wenigsten ergiebige Islandreise der letzten 20 Jahre. Hätten wir das ursprünglich gebuchte Programm konsequent durchgezogen, hätten wir während der gesamten zwei Wochen wohl kaum einen einzigen Sonnenstrahl gesehen. ABER auch wenn das nun komisch klingt. Auch DAS liebe ich an Island. Denn gute Bilder muss man sich schliesslich verdienen.

FEBRUAR 2025 - PATAGONIEN
Nach Island war mir klar, dass es eigentlich nur besser werden konnte. Entsprechend motiviert reiste ich mit meiner Gruppe weiter ins südliche Südamerika nach Patagonien. Es war bereits meine 14. Patagonien-Fotoreise in den letzten 20 Jahren – und dennoch eine ganz besondere.

Die Berge, die Tierwelt und die Flora zeigten sich von ihrer besten Seite. Wir erlebten stabiles Traumwetter, eindrückliche Begegnungen mit Pumas, Kondore, die nur wenige Meter an uns vorbeiflogen, sowie aussergewöhnlich schöne Sonnenauf- und Untergänge. Alles fügte sich zu einer Reise, die in vielerlei Hinsicht in Erinnerung bleiben wird. Statt noch mehr Worte zu verlieren, lasse ich an dieser Stelle lieber die Bilder für sich sprechen.

Wer einmal mit mir nach Patagonien reisen möchte, findet hier weitere Infos zur Reise: PATAGONIEN FOTOREISE

MÄRZ & APRIL 2025 - SPITZBERGEN

Diese Reise war aus vielerlei Gründen wohl die speziellste meines Jahres 2025. Zum ersten Mal überhaupt begleiteten mich meine Frau Iris und mein Sohn Simon auf eine Fotoreise mit Gästen. Der Anlass dafür war ein freies Zimmer auf dem gecharterten Eisbrecher, das aufgrund mehrerer Paarbuchungen unbesetzt geblieben war. Die Begeisterung meiner Familie hielt sich zunächst in Grenzen, als ich ihnen eröffnete, dass sie mich für 18 Tage bei Temperaturen um minus 30 Grad nach Spitzbergen begleiten könnten. :-)

Ich selbst reiste bereits neun Tage vor der Gruppe an und war gemeinsam mit meinem Freund Marc mit dem Schneemobil unterwegs. Kurz darauf trafen meine zwölf Gäste ein, und einen Tag später machten wir uns mit sieben Schneemobilen auf die Suche nach Polarfüchsen, Rentieren, Schneehühnern und winterlichen Landschaften – ein intensiver und eindrücklicher Auftakt.

Wenig später stiess auch meine Familie dazu, und bereits am nächsten Tag gingen wir an Bord des Eisbrechers Freya. Während neun Tagen führte uns das Schiff durch die winterlichen Fjorde und das Packeis Spitzbergens. Das Licht, die Stille und die Weite dieser Landschaft waren überwältigend – ebenso wie die Dynamik innerhalb der Gruppe, die einmal mehr wunderbar harmonierte.

Am Tag der Abreise der Teilnehmenden begann für uns drei Forsters ein neues Kapitel dieser Reise. Gemeinsam mit zwei Schneemobilen fuhren wir sechs Tage lang durch die eisige Wildnis Spitzbergens. Wir legten fast 800 Kilometer durch menschenleere Landschaften zurück, beobachteten zahlreiche Füchse und Rentiere bei bestem Licht und konnten einem grossen Sturm entkommen, indem wir früh im Halbdunkel aufbrachen und in Barentsburg Unterschlupf fanden.

Wann immer wir heute über Spitzbergen sprechen, beginnen die Augen meines Sohnes zu leuchten – und er möchte am liebsten sofort wieder zurück in die Arktis.

Mehr zu dieser Reise erzähle ich in meinem Vortrag „Im Reich der Lichter II“, der im Januar 2027 auf Tournee durch die Schweiz geht. Die erste Winter-Fotoreise nach Spitzbergen mit Schneemobilen – bei der alle Teilnehmenden ihr eigenes Fahrzeug fahren – ist für März 2028 geplant.

Bei Interesse bitte eine E-Mail an info(ät)stefanforster.com.

MAI 2025 - COSTA RICA
Obwohl ich ursprünglich als Landschaftsfotograf begonnen habe, bereitet mir die Tierfotografie heute genauso viel Freude wie die Suche nach dem perfekten Licht. Eines der wohl vielseitigsten Länder für Tierfotografie ist für mich Costa Rica. Das Land hat schon früh erkannt, wie wichtig eine intakte Natur für die eigene Zukunft ist, und entsprechend haben sich zahlreiche auf Fotografie spezialisierte Lodges und Unterkünfte entwickelt.

Seit vier Jahren biete ich Fotoreisen nach Costa Rica an, und keine gleicht der anderen. Als grosser Schlangenliebhaber fasziniert es mich besonders, nachts gemeinsam mit der Gruppe durch den Regenwald zu streifen und nach Lanzenottern, Korallenschlangen und anderem nachtaktiven Leben Ausschau zu halten. Daneben stehen jedoch auch Vögel, Frösche, Echsen und verschiedene Säugetiere im Mittelpunkt dieser Reise – eine beeindruckende Vielfalt, die Costa Rica zu bieten hat.

Wer Lust hat, diese Welt einmal selbst fotografisch zu entdecken, hat im Mai 2028 die Gelegenheit, mich nach Costa Rica zu begleiten. Für die Reise vom 17. Mai bis 1. Juni 2028 sind aktuell noch einige Plätze verfügbar.

JUNI 2025 - SCHOTTLAND
Im Juni 2025 kehrte ein alter Bestseller ins Programm zurück: Schottland. Zwischen 2011 und 2018 habe ich diese Reise ein- bis zweimal jährlich durchgeführt. Ganz bewusst entschied ich mich dieses Mal für den Sommer – und nicht für die bei Fotografen besonders beliebten Monate November oder März. Ausschlaggebend waren die intensiven Farben und die langen Tage, die diese Jahreszeit bietet. Natürlich sind im Juni mehr Besucher unterwegs (zu denen wir ja auch selbst gehören). Dank der sehr langen Tageszeiten verteilt sich das jedoch deutlich besser als erwartet, und an vielen Orten waren wir während der Sonnenauf- und Untergänge ganz für uns allein. Schlaf wird ja bekanntlich überbewertet. Das Grün zeigte sich in seiner ganzen Intensität, und auch wettertechnisch war die Reise ideal: genau die richtige Mischung aus Regen, Sturm und Sonnenschein. Die nächste Fotoreise nach Schottland ist für Ende Mai / Anfang Juni 2027 geplant.

JULI 2025 - PERU
Jedes Jahr nehme ich mir vor, eine neue Fotoreise-Destination ins Programm aufzunehmen. 2025 führte mich dieses Vorhaben in die Hochanden von Peru. Da es mir wichtig ist, die Orte, Routen, optimalen Reisezeiten sowie Unterkünfte und Restaurants persönlich zu kennen, bevor ich eine Gruppe durch ein Land begleite, verbrachte ich nahezu den gesamten Juli vor Ort. Gemeinsam mit meinem Guide und einem Bergführer legte ich über 200 Kilometer auf Höhen zwischen 2’800 und 5’400 Metern über Meer zurück. Trotz der ausgezeichneten Verpflegung durch unsere Kochcrew, die jeweils im Basislager auf uns wartete, verlor ich in dieser Zeit rund zwölf Kilogramm an Gewicht. Zurück in der Schweiz fühlte ich mich entsprechend leicht – körperlich wie mental. Die Reise war landschaftlich aussergewöhnlich, die Bergwelt beeindruckend und von einer ganz eigenen Dimension. Ich freue mich bereits jetzt darauf, im Juli 2027 mit meiner ersten Fotoreisegruppe in diese Region zurückzukehren.

AUGUST 2025 - ISLAND HOCHLAND, GLETSCHER UND KÜSTE
Der Sommerklassiker schlechthin: Zwei Wochen lang führte uns diese Reise ins abgelegene Hochland Islands, gefolgt vom Norden, Osten und Süden der Insel. Eine Route, die kaum abwechslungsreicher sein könnte und viele der schönsten – und vor allem abgelegensten – Regionen Islands verbindet.

Wir bewegten uns fast ausschliesslich in schwierig zugänglichen Gebieten, fernab der bekannten Touristen-Hotspots. Dazu gehörten Gipfel wie der Mælifell sowie zahlreiche weitere Berge im Hochland und in den Süd- und Ostfjorden. Wir besuchten weitgehend unbekannte Papageitaucherkolonien und richteten unseren Tagesablauf konsequent nach dem Wetterradar aus – genau so, wie es in Island oft nötig ist.

Diese Reise mitgerechnet war es meine 73. Island-Fotoreise. Und dennoch zieht es mich jedes Mal mit derselben Begeisterung auf diese Vulkaninsel zurück, als wäre es die erste.

SEPTEMBER 2025 - BLUE ICE & AURORA GRÖNLAND
Diese Reise ist für mich als Veranstalter die organisatorisch anspruchsvollste im gesamten Programm. Sie umfasst zahlreiche Flugverbindungen – darunter mehrere Inlandflüge –, lokale Schiffscharter, abgelegene Unterkünfte, Offroad-Transfers, Übernachtungen auf dem Gletscher mit kompletter Ausrüstung und vieles mehr. Genau diese logistische Vielfalt macht die Reise jedoch zu einer der eindrücklichsten und abwechslungsreichsten Fotoreisen, die man unternehmen kann.

Unsere Route führt uns zur Disko-Insel, nach Ilulissat, in die Fjorde rund um Nuuk, an den Rand des Inlandeises bei Kangerlussuaq, in die grossartigen Fjord- und Gletscherlandschaften der Südküste sowie in eines der abgelegensten Camps Südgrönlands. Jede Region hat ihren eigenen Charakter – landschaftlich wie fotografisch – und gemeinsam ergeben sie ein aussergewöhnlich facettenreiches Gesamtbild Grönlands.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Reise ist die Flexibilität. Die Inlandflüge in Grönland werden grösstenteils als Sichtflüge durchgeführt, und Wetterbedingungen wie Nebel können gelegentlich Anpassungen im Ablauf erforderlich machen. Dank langjähriger Erfahrung, guter lokaler Partner und alternativer Planungen gelingt es jedoch in aller Regel, diese Situationen sinnvoll zu überbrücken. Die neuen Flughäfen in Nuuk und Ilulissat bieten zusätzliche Möglichkeiten, auch wenn sie – wie viele Orte in Grönland – stark vom Wetter beeinflusst werden.

Gerade diese notwendige Anpassungsfähigkeit verleiht der Reise ihren besonderen Charakter. Sie fühlt sich weniger wie eine klassische Pauschalreise an, sondern vielmehr wie eine echte Expedition, bei der man sich ganz auf das Land, die Natur und den Moment einlässt. Und genau daraus entstehen jene Bilder, die Grönland so einzigartig machen – ob vom Land aus, vom Boot oder aus der Luft.

OKTOBER 2025 - NAMIBIA FAMILIENREISE
Als Reiseanbieter erhalten wir als Familie Forster in unregelmässigen Abständen die Möglichkeit, neue Lodges zu vergünstigten Konditionen kennenzulernen. Unsere Herbstreise führte uns aus diesem Grund nach Namibia. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Besuch neuer Unterkünfte, insbesondere rund um den Etosha-Nationalpark. Gleichzeitig durften auch einige der klassischen Stationen im Süden des Landes nicht fehlen.

Die Kamera blieb grösstenteils in der Tasche – im Familienurlaub steht die gemeinsame Zeit im Vordergrund. Einige aussergewöhnliche Tierbegegnungen machten jedoch den Einsatz der Kamera unumgänglich, unter anderem mit der Z8 und den Teleobjektiven 180–600 mm sowie 100–400 mm.

Trotz mehrerer sehr hochwertiger Lodges, darunter Onguma und Ongava, haben wir uns entschieden, an unserem seit 14 Jahren bestehenden Namibia-Fotoreiseprogramm festzuhalten. Die besuchten Unterkünfte bieten viel Komfort, weisen aus fotografischer Sicht jedoch auch Einschränkungen auf. Unsere bisherigen Lodges sind in Bezug auf Nähe zu den Tieren und fotografischer Freiheit und Flexibilität nach wie vor besser auf die Bedürfnisse von Fotografinnen und Fotografen abgestimmt.

OKTOBER 2025 - ISLAND POLARLICHTREISE
Der Klassiker schlechthin, den ich tatsächlich jedes Jahr ein- bis dreimal durchführe. Im Jahr 2025 kam es dabei zu einer klimatischen Überraschung: Die winterlichen Bedingungen, die wir ursprünglich auf der Februarreise erwartet hatten, zeigten sich stattdessen im Oktober. Schnee, klare Luft und stimmungsvolle Winterlandschaften begleiteten uns durch einen grossen Teil der Reise.

So durften wir innerhalb einer Woche gleich zwei Jahreszeiten erleben – herbstliche Farben und winterliche Stimmungen. Eine seltene Kombination, die diese Reise besonders abwechslungsreich und eindrücklich machte.

NOVEMBER 2025 - OMAN

Im November führte mich diese Reise zum ersten Mal mit einer Gruppe in eine der eindrucksvollsten Wüstenlandschaften der Welt: die Rub al-Chali im Oman. Bereits kurz vor der Covid-Zeit, im Jahr 2020, hatte ich während eines zehntägigen Aufenthalts die Grundlagen für diese Reise gelegt. Umso schöner war es, dass sie nun – fünf Jahre später – erstmals stattfinden konnte.

Rund die Hälfte der Reise verbrachten wir in der Rub al-Chali, den übrigen Teil auf dem Weg nach Maskat sowie in der Hauptstadt selbst. Der Oman zeigte sich dabei als aussergewöhnlich vielfältiges und gastfreundliches Land. Die Begegnungen mit den Menschen waren durchwegs herzlich, und die Küche – geprägt von pakistanischen und iranischen Einflüssen – erwies sich als ebenso abwechslungsreich wie schmackhaft. Als Gruppe fühlten wir uns überall willkommen und wertgeschätzt.

Der Höhepunkt der Reise war für viele Teilnehmende unsere Woche in der Rub al-Chali. Täglich wanderten wir auf ausgewählte Dünen, übernachteten im Zelt und genossen frisch zubereitete Mahlzeiten, die unsere Crew mitten in der Wüste für uns kochte. Die Ruhe, das Licht und die Weite dieser Landschaft machten diese Tage zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Diese Reise wird im November 2028 erneut durchgeführt und legt – neben einem Aufenthalt in Maskat – einen noch stärkeren Fokus auf die unterschiedlichen Facetten der Rub al-Chali. Eine unverbindliche Interessensbekundung ist bereits möglich.